Mein wichtigstes Tool in der Dyskalkulie Therapie: Lautes Denken!

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Beitragsbild Text in der Mitte oben links eine Denkblase unten rechts ein nachdenkliches Männchen


Viele Kinder mit Dyskalkulie erleben den Mathematikunterricht als undurchdringliches Zahlenlabyrinth. Sie scheitern nicht an mangelnder Intelligenz oder Motivation, sondern an unbewussten Denkprozessen, die fehlerhafte Lösungswege stabilisieren. Eine zentrale Brücke zwischen Denken und Verstehen liegt im bewussten Aussprechen von Gedanken – dem sogenannten lauten Denken. Diese Methode erlaubt es, Denkschritte hörbar zu machen, Fehlvorstellungen aufzudecken und neue Strategien aktiv zu formen. In der Dyskalkulie-Therapie ist das laute Denken mein wichtigstes Werkzeug, um mathematisches Verständnis nachhaltig aufzubauen und Lernprozesse zu gestalten.

Mathe lernen ohne Druck: Rechenstrategien verstehen

Kinder, die bei mir in der Lerntherapie sind erfahren sehr schnell, dass mir das Ergebnis einer Aufgabe nicht so wichtig ist, wie der Weg, den sie dafür gewählt haben. Zu Beginn sind sie von meinen Nachfragen „Wie hast du das gerechnet?“, „Wie stellst du dir das vor?“, „Wie hast du das herausgefunden?“…oft verunsichert. Meist denken sie, sie hätten etwas falsch gerechnet und nennen schnell ein anderes Ergebnis. Vielen Kindern fällt es sehr schwer, ihren Rechenweg in Worte zu fassen. Sind sie im Zählen verhaftet, versuchen sie es auch oft noch zu verstecken und sagen „Im Kopf.“, weil sie in der Schule oder zu Hause immer wieder hören, dass sie nicht mit den Fingern rechnen sollen. Bei mir sind die Finger ausdrücklich erlaubt, denn sie stellen eine wesentliche brücke zum Verständnis dar!

Sind die Kinder dann schon länger bei mir wissen sie genau, dass ich unabhängig davon ob eine Aufgabe richtig oder falsch gelöst wurde nachfrage. Oft muss ich auch gar nicht mehr fragen, auf welchem Weg / mit welchem Trick sie gerechnet haben, sie liefern die Antwort direkt mit.

Beispiele aus der Praxis

Anfangs verbinden viele Kinder mein Nachfragen mit Fehlern und sind verunsichert. Die Beispiele verdeutlichen, warum es so wichtig ist auf den Prozess und nicht auschschließlich auf das Ergebnis zu schauen.

Sprechblasen lautes Denken
Sprechblasen lautes Denken
Sprechblasen lautes Denken

Fazit

Insgesamt spielt das Laute Denken in der Dyskalkulie-Therapie eine zentrale Rolle, da es mir einen direkten Einblick in das mathematische Verständnis und die Denkprozesse der Kinder ermöglicht. Durch die Förderung des Lauten Denkens können mathematische Konzepte vertieft, Problemlösefähigkeiten gestärkt und die Entwicklung effektiver Strategien unterstützt werden. So rechnen die Kinder mit Strategie und entwickeln ein tiefes Vertsändnis, statt zu raten oder Ergebnisse auswendig zu lernen.

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